Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2020/21

Spielbericht

1. Spieltag - Samstag, 19.09.2020 - 13:00

Würzburger Kickers - FC Erzgebirge Aue 0:3 (0:0)


Würzburger Kickers: Fabian Giefer - Frank Ronstadt, Daniel Hägele, Leroy Kwadwo, Arne Feick - Nzuzi Toko, Patrick Sontheimer (70. Tobias Kraulich), Florian Flecker (70. David Kopacz), Robert Herrmann (62. Keanu Staude) - Dominic Baumann (78. Vladimir Nikolov), Luca Pfeiffer (77. Saliou Sané); Trainer: Michael Schiele

Kader: Eric Verstappen, Douglas Franco Teixeira, Dominik Meisel

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Sören Gonther, Louis Samson, Florian Ballas - Ognjen Gnjatic (87. Malcolm Cacutalua), Philipp Riese, John-Patrick Strauß, Dimitrij Nazarov (75. Ben Zolinski), Calogero Rizzuto - Jan Hochscheidt (46. Pascal Testroet), Florian Krüger (90. Tom Baumgart); Trainer: Dirk Schuster

Kader: Philipp Klewin, Sascha Härtel, Niklas Jeck, Erik Majetschak, Philipp Zulechner

Tore: 0:1 John-Patrick Strauß (60. / Florian Krüger); 0:2 Pascal Testroet (63. / Florian Krüger); 0:3 Tom Baumgart (90+2. / Pascal Testroet)

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe)

Zuschauer: lt. Verordnung Gesundheitsamt unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Gelbe Karte: Florian Flecker / -

Aue mit Auftaktsieg in Würzburg

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist ein Ligastart nach Maß gelungen. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gewann ihre Auftaktpartie beim Aufsteiger Würzburger Kickers mit 3-0. Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen in Würzburg fand die Partie in der Flyeralarm-Arena ohne Zuschauer statt.

Dabei hatte es im ersten Durchgang durchaus noch danach ausgesehen, dass die Franken auch einen Sieg einfahren könnten. Die Gastgeber waren offensiv gefährlicher. Den ersten gefährlichen Torschuss setzen die Kickers ab. Pfeiffer versucht es aus 18 Metern, Männel klärt zur Ecke (24.). Fußballerisch hatte die Partie in der Anfangsphase kaum Höhepunkte zu bieten. Während das Schuster-Team offensiv wirkungslos blieb, fand Würzburg immer besser ins Spiel. Nach Fleckers Eingabe von der rechten Seite verfehlte Baumann mit einer Direktabnahme nur knapp das Auer Tor (35.). Aue tat sich im Spiel nach vorne schwer. Bis zur ersten Auer Torchance dauerte es gar bis zur 42. Minute: Gonther köpfte über das Gehäuse von Giefer. Danach vergab Strauß (45.+1). Den Schuss des Außenbahnspielers aus halbrechter Position konnte ein Würzburger mit der Fußspitze zur Ecke abwehren.

Schuster reagierte zur Pause und wechselte Testroet für Hochscheidt ein. Mit dem Stürmer kam mehr Zug in das Spiel der Auer und präsentierte sich wie ausgewechselt. Denn fortan waren es die Gäste, die mutiger nach vorne spielten. Und plötzlich fallen auch Tore. Nach einer Stunde spielten Riese und Krüger Doppelpass im Würzburger Strafraum, woraufhin Krüger mit dem Ball am Fuß zur Grundlinie lief. Die flache Eingabe des Stürmers drückte Strauß mühelos am langen Pfosten zur 0-1 Führung ins Tor. Nur 120 Sekunden später konnte sich Krüger erneut als Vorbereiter auszeichnen. Diesmal lief der 21-Jährige zwei Würzburgern auf der linken Seite davon und passte in die Mitte, wo der eingewechselte Testroet Abwehrspieler Kwadwo ins leere rutschen lässt und und lässig zum 0-2 einschiebt. Mit den beiden Gegentoren war die Moral bei den Gastgebern gebrochen. Die „Veilchen“ dominierten nun die Partie. In der 78. Minute lag der der Ball wieder im Netz! Krüger wird mit einem tollen Pass auf die Reise geschickt und läuft wieder allen davon. Er bringt das Leder von rechts im Strafraum in die Mitte, wo das Zuspiel per Hacke verlängert wird und Testroet den Ball ins Tor schießt. Die Szene wird überprüft und das Tor wird nicht gegeben. Die Abseitsstellung war mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Krüger verpasste in der 84. Minute den dritten Treffer. Der Angreifer, mustergültig von Testroet freigespielt, traf mit seinem Schuss nur die Lattenunterkante. Von dort sprang der Ball ins Feld zurück.

Der eingewechselte Baumgart macht den Deckel drauf. Nachdem der 22-Jährige vor wenigen Sekunden noch frei vor Giefer vergab, macht er es dann besser. Der Ex-Chemnitzer wird von der linken Seite mit einer schönen Flanke von Testroet bedient und köpft die Kugel aus zentraler Position in die lange Ecke. Würzburg mußte in der zweiten Hälfte eine Menge Lehrgeld zahlten. „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen. Hätten wir nach der Halbzeit nachgelassen, hätte das Spiel auch in die andere Richtung kippen können“, sagte Vorbereiter Krüger und betonte: „So ein Auswärtssieg ist enorm wichtig, weil es letzte Saison nicht unbedingt unsere Stärke war.“

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes und verbissenes Spiel gesehen haben. Nach 30 Minuten haben wir nicht mehr so aktiv verteidigt wie zu Beginn, sodass die Kickers besser ins Spiel gekommen sind und wir bei tief gespielten Bällen Probleme hatten. Da hätten die Kickers durchaus die Möglichkeit gehabt, in Führung zu gehen. In der Pause haben wir uns noch mal neu sortiert und ein bisschen umgestellt. Es freut mich natürlich, dass wir nach einer sehr unruhigen Woche den Punktspielstart positiv gestalten und auch noch das dritte Tor nachlegen konnten. Und das gegen eine Würzburger Mannschaft, die uns trotzdem alles abverlangt hat und ein ebenbürtiger Gegner war. Wir mussten alles in die Partie investieren, um hier siegreich nach Hause fahren zu können."

Michael Schiele (Würzburg): "Ich hatte das Gefühl in der ersten Halbzeit, dass ich eine Mannschaft auf dem Platz hatte, die ein Tor machen kann. Wir haben gut hinten rausgespielt und hatten gute Möglichkeiten. So wollten wir auch in der zweiten Halbzeit weitermachen, aber da haben wir einen Schritt weniger gemacht und standen nicht mehr so kompakt wie in der ersten Halbzeit. Aue ist dann viel besser ins Spiel gekommen und war vorne sehr präsent. Das erste Tor war gut rausgespielt, das zweite und dritte aber naiv verteidigt. Da müssen wir lernen, über 90 Minuten wach zu sein."