Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2020/21

Spielbericht

3. Spieltag - Mittwoch, 21.10.2020 - 18:30

Hamburger SV - FC Erzgebirge Aue 3:0 (1:0)


Hamburger SV: Sven Ulreich - Gideon Jung (78. Xavier Amaechi), Stephan Ambrosius, Jan Gyamerah - Khaled Narey (78. Klaus Gjasula), Moritz Heyer, Aaron Hunt (85. David Kinsombi), Bakery Jatta - Manuel Wintzheimer, Sonny Kittel (85. Lukas Hinterseer), Simon Terodde (73. Bobby Wood); Trainer: Daniel Thioune

Kader: Daniel Heuer Fernandes, Bryan-Anthony Hein, Jonas David, Amadou Onana

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Malcolm Cacutalua, Sören Gonther, Steve Breitkreuz, Calogero Rizzuto (90. Sascha Härtel) - Philipp Riese, Clemens Fandrich (87. Erik Majetschak), Louis Samson, Florian Krüger (71. Philipp Zulechner), Jan Hochscheidt (46. Tom Baumgart) - Pascal Testroet (46. Ben Zolinski); Trainer: Dirk Schuster

Kader: Philipp Klewin, John-Patrick Strauß, Ognjen Gnjatic

Tore: 1:0 Manuel Wintzheimer (17.); 2:0 Sonny Kittel (57.); 3:0 Khaled Narey (72.)

Schiedsrichter: Christoph Günsch (Marburg)

Zuschauer: 1000 (lt. Verordnung Gesundheitsamt)

Gelbe Karte: - / Ben Zolinski

Klare Niederlage beim HSV im Nachholer

Die Veilchen verloren das Nachholspiel beim HSV klar und auch in der Höhe jederzeit verdient mit 0-3. Das ursprünglich für den 4. Oktober angesetzte Spiel gegen Aue war wegen Corona-Fällen bei den Veilchen abgesagt worden. Der HSV hatte die Partie über weite Strecken des Spiels komplett im Griff. Zu harmlos präsentierten sich über weite Strecken die Veilchen. Nur zwei Torschüsse – je einer in den beiden Halbzeiten – das war zu wenig um den HSV in Verlegenheit zu bringen.

FCE-Coach Dirk Schuster brachte im Vergleich zur Startelf am Sonntag gegen Heidenheim mit Hochscheidt, Fandrich, Cacutalua und Breitkreuz vier neue Spieler. Zolinski, Gnjatic und Strauß blieben dafür erst einmal auf der Bank, der gesundheitlich angeschlagene Ballas stand nicht im Kader. Für Steve Breitkreuz war es das Comeback auf dem Platz nach über 17 Monaten. Am 5. Mai 2019 (in Regensburg) hatte er seine zuvor letzte Partie für den FCE bestritten. Seitdem plagte sich der 28 Jahre alte Innenverteidiger mit einer Knieverletzung herum, erst seit September ist er zurück im Mannschaftstraining. Ohne ein einziges Testspiel ließ ihn Trainer Schuster für den angeschlagenen Ballas in der Startelf ran. Breitkreuz: „Es ist unbeschreiblich. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen. Mir hätten auch nur fünf Minuten Einsatzzeit gereicht, damit ich das Feeling aufsaugen und dabei sein kann. Dafür, dass ich 90 Minuten spielen durfte, bin ich umso glücklicher.“

„Einmauern bringt nichts“ hatte Schuster vor der Partie gesagt. Und seine Jungs beherzigten das zu Beginn. Die in Orange angetretenen Gäste legten engagiert los, hatten auch die erste Chance der Partie: Riese zog aus gut 20 Metern Torentfernung ab, HSV-Keeper Ulreich parierte den noch leicht abgefälschten Schuss mit einiger Mühe (9.). Der erste Treffer fiel allerdings auf der

anderen Seite – es war ein sauber herausgespielter. Kittel bediente per Hacke Narey, der Rizzuto davonlief und scharf in die Mitte passte, wo die Auer Innenverteidigung nicht im Bilde und Wintzheimer zur Stelle war und aus kurzer Distanz einfach einschiebt (17.). Das Tor beflügelte die Hausherren, die sich ihre Führung danach verdienten und einige Male kurz vor dem 2-0 standen. So bei Jattas Eingabe, die Terodde nur knapp verpasste (38.), oder beim Schuss von Narey, der Riese mit einer Drehung vernaschte, aber an Männel scheiterte (42.). In der Auer Abwehr, die so zuvor noch nie zusammengespielt hat, ging es einige Male ziemlich durcheinander, das Offensivspiel blieb bis zur Pause in Ansätzen stecken, bei den wenigen Vorstößen der Gäste war der Ball zumeist schnell wieder beim Gegner.

Nach dem Seitenwechsel bäumte sich die Schuster-Truppe mit zwei frischen Offensivkräften (Zolinski und Baumgart ersetzten Testroet und Hochscheidt) kurz auf. Es blieb jedoch ein Strohfeuer. Der HSV war spielerisch besser und auch konsequenter in den Zweikämpfen. Logisch, dass daraus weitere Torchancen resultierten. In der 55. Minute konnte Männel mit einer Glanzparade gegen Wintzheimer den zweiten Einschlag noch verhindern, zwei Minuten später war er geschlagen: Wintzheimer hatte gleich drei Auer Abwehrspieler auf sich gezogen, konnte den Ball trotzdem im Fallen zurück zum völlig blanken Kittel passen, der in aller Ruhe zum 2-0 für den Favoriten erhöhte (57.). Das war schon die Entscheidung in diesem Spiel, aber noch nicht das Ende. Hunts Freistoß klatschte an den rechten Pfosten, Narey schaltete am schnellsten und machte mit Hilfe des Innenpfostens das 3-0 und damit den Deckel drauf (72.). Das 4-0 hätte dann fast noch der für den an diesem Abend erstaunlicherweise abgemeldeten Torjäger Terodde eingewechselte Ex-Auer Bobby Wood nachgelegt, doch dafür kam der einen halben Schritt zu spät (80.). Auf der anderen Seite wurde Ulreich noch einmal bei einem Schuss von Rizzuto gefordert (73.). Zu wenig, um aus Hamburg Punkte zu entführen. (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Wir wussten, dass einiges zusammen kommen muss, um hier etwas zu holen. Das Ergebnis ist enttäuschend. Wenn ich mir die Gegentore anschaue, wird mir teilweise schlecht dabei. Wir haben mit haarsträubenden Fehlern diese Treffer begünstigt. Man schon gesehen, dass die spielerische und die individuelle Klasse des Gegners besser war."

Daniel Thioune (Hamburg): "Ich freue mich immens, dass wir vier Siege geholt haben. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Partie, weil wir über 90 Minuten dominant Fußball gespielt haben. Es war auch eine gute Reaktion der Mannschaft auf die Partie in Fürth, wo unser Spiel nicht optimal war. Wir haben beim Gegner mit unserem Positionsspiel sehr viel Stress ausgelöst. Außerdem haben alle drei Innenverteidiger wenig zugelassen."