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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN COTTBUS

Am Freitag startete die 2. Bundesliga in ihre 39. Spielzeit.
Mit dabei auch die Auer Veilchen, die in ihre insgesamt 8. Saison gehen. Mit dem Punkt aus dem Auftaktspiel gegen St. Pauli zog Aue in der ewigen Tabelle der zweiten Bundesliga übrigens am alten Rivalen Chemnitz vorbei. Bei Punktgleichheit (beide je 316 Punkte) haben die Veilchen die bessere Tordifferenz. Anfang November dieses Jahre steigt das 250.

Die Erste Fahrt in eine 12.000 Kilometer-Saison führt nach Cottbus. Das Stadion der Freundschaft in Cottbus hat sich zu einem atmosphärischen Schmuckstück mit englischem Flair entwickelt. Im Vordergrund mit Vereinsnamen die Südtribüne mit dem Gästeblöcken. (Foto: FC Energie)

Zweitliga-Spiel des FCE auf dem Betzenberg in Kaiserslautern! Mit der Hertha aus Berlin, dem 1. FC Köln und den roten Teufeln aus Kaiserslautern sind drei Vereine aus der 1. Liga abgestiegen, die auch in der neuen Spielzeit mit einem Zuschauerschnitt um die 35.000 rechnen können. Die drei Aufsteiger aus Regensburg, Sandhausen und Aalen hoffen auf einen Schnitt von rund 12.000 Zuschauern. Der Besucherrekord in der 2. Liga aus der Saison 2007/08 von 18.142 Zuschauern pro Spiel könnte gebrochen werden, wenn die Stadien der Absteiger gut gefüllt sind.


Um bei allen 17 Auswärtsspielen in der 2. Bundesliga dabei zu sein, müssen die Auer Veilchen rund 6.030 Kilometer auf sich nehmen. Die gleiche Distanz gilt selbstverständlich auch für die 17- malige Heimreise. Zusammen ergibt das dann über 12.000 Kilomter auf Deutschlands Autobahnen. Die Berechnung bezieht sich auf Fahrten von und nach Aue. In allen aktuellen Zweitliga-Stadien und Arenen waren die Auer schon zu Gast. Bauliche Veränderungen sind nur bei St. Pauli, Jahn Regensburg, FSV Frankfurt und dem SV Sandhausen zu bestaunen.

Den Anfang macht Fahrt Nr. 1 nach Cottbus. Bisher wurden 29 Pflichtspiele (28x Punkt und 1x Pokal) gegen Energie Cottbus ausgetragen 13 Siege, 7 Remis und 9 Niederlagen stehen aus Sicht der Auer zu Buche. Das Torverhältnis von 42 – 35 spricht auch für die Veilchen. Im allerersten Aufeinandertreffen gegen Cottbus gab es einen Auer 2-1 Auswärtssieg am 12. Spieltag der DDR Oberliga-Saison 1973/74. Nach der Wende holte Energie auf. In 16 Partien gab es 6 Cottbuser Siege, 7 Remis und nur 3 Auer Siege.

Alle fünf bisherigen Auer Gastspiele in der 2. Bundesliga in Cottbus gingen mit einem Torverhältnis von 1-11 verloren. Auch beim Trainer Debüt von Karsten Baumann im Februar 2012 gab es nichts zu holen für die Veilchen. Im Hintergrund die 2003 fertiggestellte Osttribüne. (Foto: Burg (25.02.2012 | Energie vs. Aue 2-0)

Die Wurzeln des Stadions gehen bis ins Jahr 1925, als Erwerbslose mit den Arbeiten an einem neuen Stadion für Cottbus gegannen. Eröffnet wurde es im Frühjahr 1930 unter dem Namen Städtisches Stadion das dann in den 1950iger Jahren durch die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung in „Stadion der Freundschaft“ umbenannt wurde. Erst Ende der 1970er wurde die Spielstätte Heimat des BSG Energie Cottbus. Die Mannschaft hatte bis dahin ihre Heimspiele im Stadion der Eisenbahner und im Max-Reimann-Stadion ausgetragen. Das Stadion der Freundschaft fasste zur damaligen Zeit 15.000 Zuschauer. 1983 begann der Umbau der Stehtraversen und bot 1985 bereits 18.000 Personen Platz. Noch vor dem Fall der Mauer wurde 1988 die neue Haupttribüne auf der Westseite eröffnet die noch heute so dasteht, wenn auch sich im inneren und auch äußeren viel verändert hat.

Das Gelände, auf dem das Stadion gelegen ist, befand und befindet sich seit der Übergabe durch die Treuhand im Februar 1993 im Besitz der Stadt. Als die Bundesgartenschau 1995 nach Cottbus vergeben wurde, bedeutete dies für das Stadion der Freundschaft umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Nach dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals durch den FC Energie im Jahre 1997 gegen den KSC, wurde im Stadion noch einmal richtig Hand angelegt. Einer Sauna und einem Entmüdungsbecken für die Energie-Kicker folgte im Spiel gegen Lok Stendal, die am 15. April 1997 offiziell eingeweihte, 1.800 Lux starke Flutlichtanlage. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga 1997 mussten die DFB-Normen für den Bundesliga-Fußball erfüllt werden. So wurden die Traversen befestigt, die Zäune erneuert, ein Teleskop-Tunnel installiert, sowie eine Video-Überwachungsanlage errichtet. Im April 1998 wurde die Modernisierung des Stadions mit dem Bau einer Video-Anzeigetafel in der Südkurve fortgeführt.

Die zur Saison 2003/04 fertiggestellte zweigeschoßige Osttribüne war der Beginn für einige ehrgeizige Bauvorhaben, die aus dem Stadion der Freundschaft ein kleines Schmuckkästchen werden ließ. An Stelle der alten Gegengeraden entstanden genau 2.760 Sitzplätze im Oberrang und 4.500 Stehplätze im Unterrang sowie 50 Rollstuhlfahrerplätze die komplett überdacht sind. Mit einer neuen Brücke über die angrenzende Spree bekam das Stadion zudem eine zweite Zufahrt.
Das neue Herz der Arena wurde in der Sommerpause 2007 verpflanzt. Hinter dem Nordtor bekam der harte Kern der Cottbuser Fans ein neues Zuhause. Auf der 5322 Qudratmeter großen Stahlrohrtribüne mit ihren insgesamt 50 Stehplatzreihen finden 8.000 Zuschauer Platz. Ebenfalls wurde der Spielertunnel in die Nordwand integriert, was für einen zusätzlichen Motivationsschub bei den Energie-Kickern sorgen sollte. Gleichzeitig wurden im Unterrang der Osttribüne die 4.500 Stehplätze in 2.200 Sitzplätze gewandelt.

Mit dem Bau der Südtribüne im Sommer 2008 mit überdachten und nicht überdachten Stehplätzen sowie überdachten Sitzplätzen sind die Umbauarbeiten für die nahe Zukunft abgeschlossen. Auf der neuen Tribüne, ebenfalls in Stahlrohrbauweise, entstanden Steh- und Sitzplätze (inkl. der Gästefans) für insgesamt 5.559 Zuschauer. Dies bedeutete eine Verringerung der Gesamtkapazität um 218 Plätze auf dann insgesamt 22.528 Zuschauer. Das nun baulich geschlossene Stadion hat mit dem vorerst letzten Bauabschnitt in allen Bereichen deutlich an Komfort gewonnen. Schließlich bekam auch die altehrwürdige Westtribüne aus den 1980er Jahren eine neue Bestuhlung und einen frischen Anstrich. Zuvor wurden hier schon die Presse- und VIP-Bereiche sowie die Kamera- und Reporterplätze modernisiert.
Aktuell verfügt das Stadion der Freundschaft derzeit über insgesamt 22.528 Plätze. Davon sind 10.949 überdachte Sitzplätze. Von den 11.425 Stehplätzen sind 7.795 ebenfalls überdacht. 154 Plätze im Rollstuhl- und Handicapbereich vervollständigen die Kapazität eines der engsten und damit stimmungsvollsten Bundesligastadien. Das Stadion der Freundschaft muss nun im Bundesligageschäft keinen Vergleich mehr scheuen. Zwar gehört die Spielstätte des FC Energie nach wie vor zu den kleineren Stadien, bietet aber aufgrund der Nähe zum Geschehen und der engen Bauweise weitaus mehr Fußballkultur und Akkustik als manche der modernen Arenen. Anerkennend muss man feststellen: Das Stadion der Freundschaft hat sich zu einem atmosphärischen Schmuckstück mit englischem Flair entwickelt.

Die Fahr-Route im PKW oder Fanbus führt über Dresden. Einfach die erstbeste Auffahrt (Hartenstein oder STL-West) zur A72 nehmen und über Kreuz Chemnitz dann weiter auf der A4 gen Dresden fahren. Genug Fahrzeit einkalkulieren weil zwischen der Anschlussstelle Berbersdorf und dem Dreieck Nossen die Fahrbahn auf zwölf Kilometern Länge erneuert wird, ist Geduld gefragt. Am Dresdner - Dreieck auf die A13 Richtung Berlin wechseln. Später gibt es hier eine weitere rund 7 km Baustelle zwischen der Anschlussstelle Thiendorf und der Landesgrenze zu Brandenburg. Der Abschnitt gehört zur letzten noch grundhaft auszubauenden Autobahn in Sachsen.

Blick aus der alten Südkurve vor deren Umbau. (Foto: Burg | Januar 2008 | Freundschaftsspiel Energie vs. Aue 1-3)

Nun hat man die Qual der Wahl. Entweder den Rest der Strecke über die Autobahn (A13 und ab Dreieck Spreewald dann auf der A15). Diese Variante ist knapp 30 km länger lässt sich aber vielleicht besser fahren wegen den ansonsten anfallenden Ortsdurchfahrten und zu lauernden Blitzerkästen!
Oder aber an der Ausfahrt Großräschen die A13 verlassen und über die B96/169 ca. 39 km auf Bundesstrasse zum Cottbuser Stadion. Dies muss halt jeder für sich entscheiden. Immer den Ausschilderungen in Richtung Cottbus folgen. Am Stadtrand von Cottbus wird die Autobahn A15 unterquert (AS Cottbus – West). Hier auch abfahren wenn man über die A15 fährt. Nun immer Richtung Zentrum orientieren. Ca. 1.500 m nach der Autobahnabfahrt tauchen auch schon die ersten Hinweisschilder (Ball) für das Stadion auf. Entweder diesen nun immer einfach folgen (gute Beschilderung innerhalb der Stadt) oder an der 2. Ampelkreuzung links auf die Thiemestrasse und den Ausschilderungen in Richtung Messe folgen. In beiden Fällen kommt man wieder auf den Cottbuser Stadtring. Auf diesen weiter den Schildern mit dem Ball und „Messe“ folgen. Gästefans die per PKW anreisen wird empfohlen den Gästeparkplatz "Parzellenstrasse" zu benutzen. Dieser liegt kurz vor der Spree-Brücke rechter Hand. Der Parkplatz wird bewirtschaftet, sodass durch die Nutzer Parkplatzgebühren zu entrichten sind. Das Stadion müsste von hier aus schon gut zu sehen sein. Direkt vom Stadtring aus (nach der Brücke) befindet sich der Zugang zum Gästeblock (Südtribüne).
Die Fan-Busse halten direkt am Gästeeingang und stehen nach dem Spiel auch dort wieder bereit!

Dem Gästefans stehen in Cottbus 2.297 Plätze zur Verfügung. 761 Stehplätze (unüberdacht, im Block N)
796 Stehplätze (überdacht im Block O) und
740 Sitzplätze (alle überdacht im Block S1)

Für die Rückfahrt ist für die PKW-Fahrer anzumerken, auf den Stadtring (nach der Brücke in umgekehrter Richtung wieder in Richtung Zentrum) die 2. Abbiegemöglichkeit links nehmen und immer in Richtung B169/Senftenberg bleiben. Aber Achtung! In der Thiemestrasse (unmittelbar nach Abbiegung vom Stadtring) wartet ein Blitzkasten.

Naviadresse: Parzellenstrasse | 03042 Cottbus

Entfernung Aue – Cottbus ca. 210 km (über Großräschen und B 169) und ca. 240 Km (über Dreieck Spreewald A15)
Geschrieben von Burg am 05.08.2012, 15:23   (800x gelesen)