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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN DUISBURG

Duisburg | Sonntag, 18. November 2012 – Schauinsland-Reisen-Arena (Anstoß 13.30 Uhr)

Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg. Foto: Archiv

Die Schauinsland-Reisen-Arena liegt südlich vom Duisburger Zentrum im Stadtteil Neudorf und ist in den Sportpark Duisburg eingebettet, in dem sich auch die Regattabahn, das Schwimmstadion und die Eissporthalle befinden. 1921 erbaut und mit den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1922 erstmals sportlich genutzt, war die Arena nach dem Berliner Stadion im Grunewald die zweite Großsportstätte überhaupt in Deutschland. Mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Zuschauern, aber ohne eine Großtribüne, da die finanziellen Mittell seinerzeit dafür fehlten. Es reichte lediglich für 50 Meter überdachte Sitzplätze auf der Westseite.


Anfang der sechziger Jahre, von der Bundesliga war noch nicht die Rede, fasste der Rat der Stadt Duisburg den Entschluss, die Anlage Wedaustadion mit einer Großtribüne auf den neuesten Stand zu bringen. In zweijähriger Bauzeit entstand für 6,7 Millionen Mark die modernste Großtribüne Westdeutschlands. Ihr Fassungsvermögen: 6.500 überdachte Sitzplätze sowie 3.428 Plätze auf der Vortribüne. Gleichzeitig setze die neue Flutlichtanlage für damilige Ansprüche neue Maßstäbe. Am 13. Februar 1964 konnte die Tribüne ihrer Bestimmung übergeben werden. In den siebziger Jahren reiften Pläne das Wedaustadion komplett zu überdachen leider nur in Form eines Modellbaus. Die Universiade 1989 brachte dem Stadion ein neues Farbleitsystem und etwas neuen Putz an der Fassade. Endlich erhielt das Stadion auch eine Anzeigentafel. Aber all das blieb - mehr oder weniger – Stückwerk.

Das Haltbarkeitsdatum des alten Wedaustadions war im MSV-Jubiuläumsjahr 2002 dann endgültig überschritten. Bei der 100-Jahr-Feier des MSV Duisburg wurde es von Vereinspräsident Walter Hellmich noch bescheiden als „neue Hütte“ angekündigt. Die Idee zum Neubau eines modernen Stadions war geboren und das über 80 Jahre alte Stadion wurde ab Oktober 2003 Zug um Zug abgerissen und schrittweise durch einen Neubau ersetzt. Die Ankündigung war deutlich. „Alles muss raus“, hieß es am 4. April 2004. In Scharen strömten die MSV-Fans mit 19er-Maulschlüssel und herkömmlichen Schraubenziehern zum Wedau-Stadion, um die hellgrünen Schalensitze auf der Tribüne abzumontieren. Zwei meist angerostete Muttern waren dafür zu lösen. Weit über 3000 Sitze wurden damals zum Stückpreis von drei Euro abmontiert. Wenige Tage später begann der Abriss der Haupttribüne, während auf der Gegenseite schon die Elemente der heutigen MSV-Arena standen. Es war ein Abriss, der einen neuen Anfang in sich trug. Walter Hellmich, MSV-Vorsitzender und Bauunternehmer in Personalunion, läutete mit der Errichtung der Arena moderne Zeiten ein. In nur knapp 15 Monaten ließ der gebürtige Duisburger das pikfeine Stadion bauen. „Das war Weltrekordzeit. Seitdem verfügt der MSV über eine Heimstätte, die internationalen Ansprüchen genügt“, sagte Hellmich bei der Fertigstellung im Frühjahr 2005 stolz. Damit begann für Duisburg ein neues und modernes Fußball-Zeitalter, dass mit der Umbennung im Jahr 2010 in SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA einen weiteren Meilenstein zu verzeichnen hat. Ein bis 2013 laufender Kontrakt zwischen dem Reiseveranstalter und dem MSV wurde vorzeitig bis in das Jahr 2016 verlängert. Die reine neue MSV-Arena, mit zwei Rängen, verfügt jetzt über eine Kapazität von 31.500 Zuschauern.

Außenansicht. Foto: Burg (April 2012)

Die Fahrt in den Ruhrpott beginnt wie fast immer auf der A4. Diese wie gewohnt (über Hermsdorfer Kreuz und Eisenach) bis zum Kirchheimer Dreieck durchfahren und dort in Richtung Dortmund|Kassel auf die A7 abbiegen. Diese dann „hochfahren“ bis zum Südkreuz-Kassel und wechseln auf die A44 (Richtung Dortmund), auf der man nun ca. 150 Km bis zum Kreuz Dortmund/Unna bleibt. Vor Dortmund geht die A44 in den Ruhrschnellweg (B1) über. Durch Dortmund hindurch (13 Km Stadtautobahn) und noch vor dem Bochumer-Kreuz geht die B1 über in die A40. Über Essen bis zum Kreuz Kaiserberg auf der A40 bleiben. Das Kreuz, entstand ab Oktober 1966, wird täglich von etwa 200.000 Fahrzeugen befahren, damit zählt es zu den meistbefahrenen in NRW. Das als „Spaghettiknoten“ bezeichnete Autobahnkreuz ist in einer ungewöhnlichen Form errichtet. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der in spitzem Winkel kreuzenden Autobahnen wurden die Verbindungsrampen auf geringem Raum mit aufwändigen und zahlreichen Brückenkonstruktionen angelegt. Alle Rampen befinden sich südlich des zentralen Brückenbauwerks, an dem die Autobahnen kreuzen. Hier dann am Kreuz Kaiserberg in Richtung Köln/Düsseldorf auf die A3 und gleich an der nächsten Abfahrt (5 Km), Duisburg-Wedau, herunterfahren. Rechts abbiegen auf die Bissingheimer Straße die später dann zur Koloniestraße wird. Von dieser dann an der Ampel Eisenbrückenstrasse links in die Kruppstraße abbiegen und dem Straßenverlauf folgen. Das Stadion (Sportpark Wedau) ist ab der bfahrt/Wedau sowieso vorbildlich ausgeschildert und ansonsten gut optisch auszumachen. Parkmöglichkeiten sind schon entlang der Kruppstrasse (P5) vorhanden. Alternativ geht es von der Kruppstraße, vor dem Stadion, links in die Bertalllee. Dort können Gäste auf dem P6 parken. Die Kapazität soll aber begrenzt sein. Bedingung: Zeitiges kommen sichert die besten Plätze. Die Bertaallee liegt günstig in der Nähe des Gästeblocks. Wie fast überall auch, wird die Bertallee ab einem bestimmten Zeitpunkt dann für die normalen Zuschauer gesperrt. Ansonsten können die Parkplätze P4 (Kalkweg/Kruppstrasse) und P5 (Kruppstrasse) genutzt werden. Diese sind ebenfalls kostenpflichtig.

Blick aus dem Unterrang der Nordkurve. Hier ist der Stehplatzbereich für die Fans des MSV Duisburg ist. Die Tribüne hat offiziell den Namen König Pilsener Fankurve, wird aber von den Fans "Nordkurve" genannt. Schon im Wedaustadion war die Nordkurve das Zentrum der MSV-Fans. Foto: Burg (April 2012)


Berühmt ist der MSV, der aufgrund ihrer gestreiften Trikots „Zebras“ genannt wird. 1963 gehörte der MSV zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga. Mit 948 Spielen im Oberhaus rangieren die Duisburger auf einem 15. Platz in der Ewigen Tabelle der 1. Bundesliga.
Schon vor 1963 sorgte der Meidericher SV für Furore. Damals galt Duisburg als Fußballhochburg im Ruhrgebiet. In der Stadt gab es insgesamt drei große, landesweit bekannte Vereine, obwohl nie ein Duisburger Verein nationale Erfolge verbuchen konnte. Neben dem MSV waren dies der Duisburger SV (der 1964 mit dem TuS Duisburg 48/99 zu Eintracht Duisburg fusionierte) und die Sportfreunde Hamborn 07.

Kein anderes Trikot hat jene Bekanntheit – ja schon jenen Kultstatus erreicht wie das bevorzugte Spielerhemd der „Zebras“ vom MSV Duisburg. Mag sein, dass den Kickern mit den berühmtesten Querstreifen der Liga auf der Brust ein ganz großer Titel bislang verwehrt geblieben ist. Aber das Gründungsmitglied der Fußballbundesliga schloss die Auftaktsaison im Oberhaus des Fußballs 1964 immerhin als Vizemeister ab, war darüber hinaus einmal Deutscher Amateurmeister und erreichte sogar viermal das Finale im Wettbewerb um den DFB-Pokal. Diesen DFB-Pokal, an dem die Zebras mit einer Ausnahme 1987/88 seit 1963 immer teilnahmen, konnte der MSV Duisburg aber nie gewinnen, obwohl er viermal ins Endspiel einzog. Er hält damit einen unrühmlichen Rekord, denn keine andere Mannschaft blieb im Finale so oft sieglos, ohne den Wettbewerb selbst jemals zu gewinnen.

Die Fans des MSV Duisburg haben das Vereinslied, den „Zebra-Twist“, auch schon während einiger länderübergreifender Wettbewerbe anstimmen können. Vielleicht DER Klassiker unter den Vereinshymnen. Zeit und Trends konnten diesem Song nichts anhaben. So lange es Spiele des MSV Duisburg geben wird, so lange wird dieses Lied vorher und bei eigenen Torerfolgen aus den Boxen dröhnen. Zebrastreifen weiß und blau, Zebrastreifen weiß und blau ein jeder weiß genau, das ist der M-S-V.

Blick aus dem Gästeblock Q. Foto: Burg

Wetten, dass die Zuschauerzahl beim kommenden Heimspiel des MSV Duisburg gegen Aue in der 2. Bundesliga am Sonntag, mit einer Sieben enden wird? Das wäre der Normalfall. In allen sechs bisherigen Heimspielen der laufenden Saison stand am Ende der offiziellen und vom MSV veröffentlichten Zuschauerzahl eine Sieben. „Purer Zufall“, sagte ein Vereinssprecher. 8.617 Zuschauer wurden zum letzten Heimspiel in der Duisburger Arena beim Spiel gegen FSV Frankfurt vom MSV gezählt. 14.3777 Zuschauer waren es im ersten Saison-Heimspiel gegen Aalen. Anschließend kamen offiziell 10.877 gegen Dresden, 15.017 gegen Bochum, 12.177 gegen Hertha und 11.577 gegen Ingolstadt. Das Spiel gegen Aue wäre Heimspiel Nummer 7 in der laufenden Saison. Schaut man in die gängigen Staistikdatenbänke,zum Bsp beim Kicker, findet man bei allen 17 Liga-Heimspielen des MSV in der letzten Saison 2011/12 immer eine Sieben der jeweiligen Zuschauerzahl am Ende. Auch zum letzten Heimspiel-Spiel der Saison, am 29.April 2012 gegen Aue, gab es die 7. 14.620 bejubelten den 2-1 Sieg Ligaverbleib des MSV und 1.007 mitgereiste Auer mussten noch einen Spieltag länger um den Klassenerhalt zittern. Macht insgesamt 15.627 Zuschauer. In der Spielzeit 2010/11 hielt dieses Kuriosum in Duisburg Einzug. In 15 von 17 Liga-Heimspielen endete die Zuschauerzahl ebenfalls mit einer Sieben. Lediglich in den Partien gegen Greuther Fürth (11.249) und Erzgebirge Aue (17.664) kam es zu Abweichungen. Dafür war im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Kaiserslautern mit offiziell 22.917 Zuschauern wieder alles „normal“. Ein mit 31.500 Zuschauern ausverkauftes Stadion gab es dann im Pokal-Halbfinale gegen Cottbus, sieben weitere Plätze konnten nicht kurzfristig angebaut werden. In der Saison 2009/2010 stand derweil in nur zwei Spielen die Sieben am Ende der Zuschauerzahl in Duisburg. Was es mit der „magischen 7“ auf sich hat, ist unklar. Wie bei jedem anderen Bundesligisten auch, komme es nach dem Anpfiff durch die Ticketabteilung zur Zählung der verkauften Karten und die ermittelte Zahl werde noch während des Spiels veröffentlicht, heißt es von Seiten des MSV. Ein Witzbold treibe dort nicht sein Werk. Wer´s glaubt. In Aue enden alle Zuschauer Zahlen in der Regel auf eine Doppel-Null. In diese Saison gab es aber eine Außnahme! Im DFB Pokalspiel gegen Frankfurt (9.575) im August 2012 endete Die Zuschauerzahl auf eine Fünf.

Blockplan in Duisburg. Quelle: MSV









Der Gästeblock (Block Q) befindet sich im Unterrang der Süd-Ost-Ecke (Eingang über Bertallee). Der Stehplatzbereich im Eckbereich bietet, ungefähr 1.200 Fans der Gastmannschaft Platz. Bei Bedarf stehen im Oberrang für die Gäste noch Sitzplätze im Block 19 zur Verfügung. Von der Südtribüne aus ist das Spielfeld komplett einsehbar und durch die Bestuhlung bietet sie einen großen Komfort für die Fans. Besucher der Südtribüne haben eine sehr gute Sicht auf die Videowand der Nordkurve. Eine Besonderheit der Südtribüne ist, dass auf Höhe des Tores auf dem Oberrang die Bestuhlung zu einer Schweizer Flagge umgestellt wurde. Dies geschah zu Ehren eines Duisburger Fanclubs in der Schweiz.

Navi-Adresse: Margaretenstraße 5-7 | 47055 Duisburg, Alternativ Bertaallee oder Kruppstrasse | 47055 Duisburg

Entfernung Aue - Duisburg 541 Km. (Strecke über Kassel und Dortmund)

Alternativ kann auch über Gießen (A5), Siegen (A45) und Kölner Ring gefahren werden. Ab hier dann (über LEV) die A3 hoch bis zur Abfahrt DU-Wedau. Entfernung von Aue dann 558 Km.
Geschrieben von Burg am 13.11.2012, 22:17   (2708x gelesen)