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Aue Historisch vor 25 Jahren - die grosse Stadiontreppe wird eingeweiht

Vor 25 Jahren am 13. August 1988 erwischte Wismut Aue einen Start nach Maß in ihre 37. DDR- Oberligasaison. Vor 17.000 Zuschauern gewinnt man beim Aufsteiger und Erzrivalen Sachsenring Zwickau mit 2-1. Für die Tore zeichneten NVA Rückkehrer Anderas „Locke“ Langer (38.) mit einem sehenswerten Seitfallzieher und Harald Mothes (61.) per Kopfballtreffer verantwortlich.

Die Treppe mit ihren 66 Stufen war früher wie heute nicht weg zudenken aus dem Stadion. Quasi als Hauptschlagader des Stadion vor dem Spiel und nach dem Spiel wie hier im Bild nach dem verlorenden Heimspiel gegen VfR Aalen. Foto: Burg (11.8.2013)

Aues Neu-Trainer Uli Schulze entfachte mit seiner temperamentvollen Art auch neuen Elan bei Wismut und deren Umfeld. Eine Woche später am 2. Spieltag kam der 10-malige Meister BFC Dynamo ins Lößnitztal. Vor der beeindruckenden Kulisse von 18.400! Zuschauern holte Aue einen 0-2 Rückstand auf und bejubelte am Ende ein 2-2 Unentschieden. Harald Mothes erzielte beide Tore (40. + 83.) und wurde in dieser Saison bester Torschütze (9 Treffer) seiner Mannschaft. An diesen 20. August wurde auch die grosse und 12,16 Meter breite Stadionhaupttreppe eröffnet wie sie heute noch besteht. Damals war die Fertigstellung der Treppe bis zum ersten Heimspiel im Rahmen der laufenden Stadion-Rekonstruktion oberste Priorität. Die vorgefertigten Elemente der Treppe wurden im Betonwerk Seligenstädt (BMB 17) gefertigt.


Diese berühmten 66 Stufen kennt wohl jeder Auer der schon mal hier zum Fußball war. Die Treppe sucht in der deutschen Stadion-Landschaft wohl seinesgleichen, müßte also einzigartig sein. Vor zwei Jahren, in der Sommerpause 2010, wurde eine dringend erforderliche Sanierung per Kunstharz-Beschichtung mittels einer Polyurethanverlaufbeschichtung und Vollabsandung zum Erzielen der erforderlichen Rutschhemmung durch die Fa. IBS Crinitzberg durchgeführt. Bevor die eigentliche Beschichtung bzw. Versiegelung erfolgen konnte, musste die komplette Treppe sandgestrahlt werden. Es folgte danach eine Grundierung in zwei Arbeitsgängen und eine Kratzsspachtelung.

Zu alten DDR-Oberliga Tagen wurde die Treppe (hier die schmalere Vorgänger Version aus den 80er Jahren) auch von der Auer Mannschaft genutzt, die somit aufs Spielfeld gelangten. Foto: V. Scharkus (Mai 1982 | Wismut vs. FC Hansa 1-1)

Der Zahn der Zeit nagte an den Stufen. Durch den Streusalz-Einsatz im Winter, hatte insbesondere die linke Seite abwärts, doch arg gelitten. Laut Auskunft der Fa. IBS Crinitzberg hält die Stadiontreppe bei entsprechender Wartung und Reinigung noch sehr lange. Vorausgesetzt, es dringt keine Feuchtigkeit aus dem Untergrund nach oben durch.(Burg)








Die vorgefertigten Treppenelemente warten auf den Einbau. Foto: St. Unger (Juli 1988 )
Geschrieben von Burg am 30.08.2013, 20:14   (1036x gelesen)