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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN BOCHUM

BOCHUM, Samstag, 29. März 2014 – rewirpowerSTADION (Anstoß 13.00 Uhr)

Bochum ist eines der fünf Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit knapp 375.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Landes, die zweitgrößte Westfalens und unter den 20 größten Städten Deutschlands zu finden. Bochum liegt im Ruhrgebiet und geht nahtlos in die Städte Essen, Dortmund, Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel über. In den Ausläufern des Rheinischen

Bochumer Stadion aus der Luft aus Richtung Osten. Links die Castroper Strasse. Foto: Studioschrills
Schiefergebirges liegt mit 196 m die höchste Erhebung des Stadtgebietes. Wahrscheinlich bedeutet die Ursprungsform des Namens Bochum „Bock-Hem“, Heim unter Buchen. Nach dem Niedergang des Bergbaus entwickelte sich Bochum zu einer Dienstleistungsmetropole. Ferner gibt es hier verschiedene Bergbauinstitutionen. Der Bochumer-Verein schrieb ab 1842 Industriegeschichte, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff. Eine 15.000 kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche.


Die Ruhrgebietsstadt Bochum, zwischen den Städten Essen und Dortmund am Fluss Ruhr gelegen, bietet neben seiner Historie als ehemaliges Kohle- Bergbaugebiet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, Freizeitaktivitäten, sowie die besondere Atmosphäre des Ruhrpotts an sich, welche Großstadtgefühl, Kultur, sowie Umbruch und Wandel in sich vereint. So finden sich in Bochum nicht wie oft angenommen ausschließlich graue Häuserfronten und ein unansehnlicher Innenstadtbereich, sondern speziell im Süden Bochums mit Stausee und Waldgebieten, wunderschöne Naherholungsgebiete, welche zu Spaziergängen und Entspannung, gerade mal zehn Autominuten vom Stadtzentrum entfernt, einladen. Zudem kann Bochum besonders kulturell durch Einrichtungen wie das, über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus angesehen und gefeierte Schauspielhaus, das seit 1988 in Bochum erfolgreiche Musical Starlight Express und besonders das Deutsche Bergbaumuseum Bochum mit seinem Förderturm, welcher, sich über die Dächer der Stadt erstreckend, im Laufe der Zeit zu einem Wahrzeichen der Ruhrgebietsstadt wurde, auftrumpfen.

Das Stadion liegt an der Castroper Straße im Nordosten der Bochumer Innenstadt, wo der VfL und seine Vorgängervereine bereits seit 1911 Fußball spielen. Vom 4. bis 9. Oktober 2011 feierte der VfL Bochum die Jubiläumswoche „100 Jahre Fußball an der Castroper Straße“. Der VfL Bochum verfügt damit über eine der traditionsreichsten Wettkampfstätten im deutschen Profifußball. Und damit hat der VfL mehr Stadion-Tradition zu bieten, als die beiden grossen Nachbar-Rivalen Schalke und Dortmund. Ein Stadion mitten im Wohngebiet und nah zur City.

Für viele Fußballfans ist es auch heute noch das schönste Stadion der Bundesliga – dabei gehört das rewirpowerSTADION nach den zahlreichen Um- und Neubauten der letzten Jahre in anderen Arenen eigentlich schon zum „alten Eisen“ der Liga. So hat sich unser Stadion seit seiner Einweihung vor 35 Jahren seinen ursprünglichen Charme im Innern treu bewahrt. Foto: derwesten.de

Viele Bundesliga-Arenen befinden sich heute irgendwo weit draußen vor den Toren der Stadt. Das Bochmer Stadion hingegen liegt mittendrin in Bochum, eingekeilt zwischen den Häusern der Castroper Strasse, nur wenige Hundert Meter vom Innenstadtring entfernt. Ein Stadion quasi zum Anfassen, wie es im deutschen Profifussball heute fast ausgestorben ist. Das Bochumer Schmuckkästchen überzeugt durch seine wunderbare zeitlose Architektur, die auch Jahrzehnte nach Fertigstellung manch neue Arena alt aussehen läßt. Die zeitlose Optik der insgesamt 38 Sichelbinder, die die Tribünenelemente stützen und in Form und Anzahl absolut stilprägend für das Stadion waren und sind, ist bemerkenswert. Die Kompaktheit des Stadions sorgt nicht nur für eine akustisch einwandfreie Stimmung bei den Fangesängen sondern auch für die Tatsache das kein Platz hier weiter als 30 Meter vom Spielfeld entfernt ist.

Das Ruhrstadion in seiner heutigen Form wurde zwischen März 1976 und Juli 1979 erbaut und am 21. Juli 1979 mit einem Spiel gegen den Ortsrivalen SG Wattenscheid 09 (3-0) eingeweiht. Von diesen Spiel datiert auch die größte dokumentierte Zuschauerzahl, nämlich 50.000. Seit den 1950er Jahren kämpften der Vorstand und seit 1966 VfL-Präsident Ottokar Wüst mit der Stadt um einen Neubau des in die Jahre gekommenen Stadions. Spätestens mit dem Einzug in die erste Bundesliga 1971 wurde auch der Stadt klar: Der Verein braucht ein größeres Stadion.
Die ursprüngliche Kapazität des Stadions betrug 49.522 Zuschauerplätze (1979), davon waren 38.000 reine Stehplätze!. Diese Kapazität wurde jedoch im Laufe der Zeit durch zahlreiche Umbauten schrittweiser verringert. So wurde vor der Saison 1997/98 die Westtribüne (linker Hand vom Gästeblock), die ursprünglich eine reine Stehplatztribüne mit 19.000 Plätzen war, zu einer Sitzplatztribüne umgebaut. Am 30. September 2004 – beim UEFA-Cup Spiel gegen Standard Lüttich – wurde die Ostkurve, der Fanblock der VfL-Anhänger, mit Sitzplätzen bestückt, welche allerdings für den normalen Ligabetrieb wieder entfernt wurden. Die derzeitige aktuelle Kapazität beträgt 29.299 Plätze, davon sind 16.174 Sitz- und 13.125 Stehplätze.

Das alte Stadion an der Castroper Strasse im Jahr 1972. Nur die Flutlichtmasten sind aus dieser Zeit noch erhalten. Foto: Lohoff/Dengler


Seit Beginn der Saison 2006/07 trägt das ehemalige Ruhrstadion den Namen von Rewirpower, einer Tochter der Stadtwerke Bochum und anderer Energieversorger. Der Vertrag zwischen Verein und Unternehmen läuft über fünf Jahre. Wie in vielen anderen Fällen auch wurde die Umbenennung von dem Großteil der Bochumer Fanszene kritisiert. Die Stadtwerke Bochum und der VfL Bochum 1848 verlängerten den im Sommer 2011 auslaufenden Vertrag um weitere fünf Jahre. Damit spielt der VfL bis 2016 im "rewirpowerSTADION". Die Vereinbarung gilt sowohl für die Bundesliga als auch die 2. Bundesliga.
Zu den früheren Stadionnamen „Ruhrstadion“ kam es zu Saisonbeginn 1972/73. Davor hieß es noch schlicht: „Stadion an der Castroper Strasse“. Die Umbennung entpuppte sich in Wahrheit als trickreiche List der Stadt Bochum gegenüber einem Konkurrenten. So hatte eigentlich Nachbar Gelsenkirchen den symbolträchtigen Namen „Ruhrstadion“ für seine neue Arena eingeplant, die er zu der damaligen Zeit für die Fußball WM 1974 auf dem Berger Feld errichten ließ. Im Rathaus der Nachbarstadt hatte man jedoch offentsichtlich vergessen, sich den Stadion Wunschnamen rechtzeitig schützen zu lassen. So griff nun Bochum kurzerhand auf den Namen zu, während die Stadt Gelsenkirchen sein Bauprojekt notgedrungen unter den Namen „Parkstadion“ fortsetzen musste.

Bochum – Aue 0-3 | April 2013. Foto: Burg

Zum Bochumer Stadion gibt es zwei bemerkenserte Fakten zu berichten: Am 9. Dezember 1992 fand das bis dato einzige Champions League-Spiel in Bochum statt. Weil der Winter in Russland sehr streng ist, muss sich der ZSKA Moskau nach Alternativen umschauen. Die Wahl fällt auf das Ruhrstadion. Hier begegnet der russische Meister, der zuvor den FC Barcelona ausgeschaltet hatte, in der Gruppenphase den Glasgow Rangers. Die Rangers gewinnen mit 1:0.

Zu den Flutlichtmasten gibt es auch einen Fakt zu berichten den viele so bestimmt nicht kennen werden. Egal in welcher Liga der VfL auch spielt, das Stadion ist in jeder Samstäglichen Sportschau dabei. Seit Jahren zeigt die ARD zu Beginn und zum Ende jedes Werbeblocks das Bild eines der Flutlichtmasten des VfL-Stadions. Auch dies ist ein Beleg dafür, welcher Kultstatus das Bochumer Stadion mittlerweile im deutschen Fußball erreicht hat. Die vier 50m hohen und damals rund 1,3 Mio DM teuren Masten feierten ihre Premiere am 7. Oktober 1972 zum Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Zu Ehren des Abends zündeten die Mitglieder des VfL-Fanklubs „Bochumer Jungen“ Wunderkerzen an, mit denen sie einen riesigen Schrifttzug „VfL“ bildeten. Der VfL gewann das Spiel vor 32.000 Zuschauern mit 3-0. Dabei hätte der VfL nach seinem erstmaligen Aufstieg in die 1. Bundesliga 1971, fast die Lizenz für die erste Bundesliga verloren, da die alte Spielstätte den Standards des Deutschen Fußballbunds damals nicht mehr genügte. So musste die Stadt 1972 reagieren und die noch heute zu bestaunenden berühmten Flutlicht-Masten wurden installiert.

Während der Umbauphase 1976-1979. Der Umbau fand zwischen März 1976 und Juli 1979 statt und wurde in vier Etappen einzelner Tribünenabschnitte realisiert. Der VfL Bochum spielte während des Umbaus in einer Baustelle. Zum Ende der Bundesliga-Saison 1975/76 war der Rasen an der Castroper Straße aufgrund des Umbaus unbespielbar. Der VfL Bochum musste für die letzten sieben Heimspiele der Rückrunde in andere Stadien ausweichen. Sechsmal - die Spiele gegen Kaiserslautern, Duisburg, Köln, Frankfurt, Berlin und Karlsruhe - spielte der VfL im Stadion am Schloss Strünkede in Herne sowie am 2. April 1976 einmal im neuen Dortmunder Westfalenstadion gegen den FC Schalke 04
Foto: Archiv (1977)


Dreimal war Bochum Austragungsort von Spielen der deutschen Nationalmannschaft, zuletzt im April 1993 gegen Ghana (6-1). Daneben war Bochum Spielort bei der Europameisterschaft der U21-Junioren 2004, unter anderem auch des Endspiels. Während der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2010 und der Weltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2011 war das Ruhrstadion unter dem Namen „FIFA Frauen-WM-Stadion Bochum“ Austragungsort. Um den FIFA-Normen zu entsprechen, wurde das Stadion bis 2011 renoviert. Auch das Stadioncenter wurde aus Anlass der WM erweitert. So entstand dort das Medienzentrum, es wurden neue Räume für die Betreuung von VIPs geschaffen, und auch die von den Spielern genutzten Räumlichkeiten beispielsweise für Fitness und Physiotherapie wurden vergrößert.

Herbert Grönemeyer spielte und spielt immer wieder ausverkaufte Open Air-Konzerte im Stadion. Dies war bis dato 1985, 1994, 1998, 2003, 2007, 2009 und 2012 der Fall.
Anfahrt:
Die Standard-Strecke ins Ruhrgebiet über Eisenach, Kassel und Dortmund müsste jedem FCE-Vielfahrer geläufig sein. Auf der A4 bis zum Hermsdorfer-Kreuz und dann weiter auf der A4 über Erfurt und Eisenach bis zum Kirchheimer Dreieck fahren. Hier traditionell in Richtung Dortmund/Kassel auf die A7 abbiegen, um sich dann ca. 70 km weiter am Dreieck Kassel-Süd auf die A44 (Richtung Dortmund) einzuordnen. Bis hierher (Kassel-Süd) kann man auch alternativ über die A72, A38 und A7 fahren.
Weitere 150 km später ist am Kreuz Dortmund/Unna das Ruhrgebiet erreicht. Ab hier nun weiter auf der A44 Richtung Dortmund bleiben. Einige Kilometer später wird die A44 zur B1. Die Durchfahrt auf der B1 innerhalb von Dortmund beträgt ca. 13 km. Achtung - Blitzer „Starkästen“ lauern. Nach Dortmund wird die B1 zur A40 und man bleibt auf dieser bis zur Ausfahrt Bochum-Stadion (ist die 2. Abfahrt nach dem Bochumer-Kreuz). Hier jetzt abfahren (auf den Stadionring) und gleich an der 1. Ampel geht’s links zur ersten (kostenpflichtigen) stadionnahen Parkmöglichkeit ins Parkhaus der „Starlight-Halle“. Bei Spielen mit vielen Zuschauern ist hier aber schon mal mit langem Wartezeiten beim Rauskommen zu rechnen. Das gleiche erwartet einem im benachbarten Parkhaus „Congress-Center“. Das Stadion mit seinem markanten Flutlichtmasten ist schon linker Hand auszumachen.
Normale Parkplätze findet man, indem man auf dem Stadionring über dem Kreisverkehr hinweg (auch hier findet man rechts in der Küppersstrasse alternative Möglichkeiten zum Parken) geradeaus in Richtung Zentrum bis zum Kreuzungsbereich Stadionring/Castroperstrasse vorfährt. Entlang der Castroper Straße kann man ebenfalls parken bei rechtzeitiger Anreise vorausgesetzt. Einfach entweder an der besagten Kreuzung nach links (Richtung Stadion) oder nach rechts (Richtung Stadtzentrum) orientieren.
Direkt an der Castroper Strasse befindet sich der Zugang zum Gäste-Eck-Stehplatz-Block. Der Block E1 (Stehplatz) bietet 1.200 auswärtigen Fans Platz. Darüber hinaus sind die Blöcke E2 (947 Plätze) und F (1.400 Plätze, nur wenn E2 ausverkauft ist) für Fans der Gastmannschaft vorgesehen.

Blick auf den Stehplatzgästeblock – E1. Quelle: VfL Bochum


Das rewirpowerSTADION in Bochum wird von vielen aktiven Fußballfans als eines der besten Stadien in ganz Deutschland angesehen. Das Stadion ist ein klassisches, "ehrliches", reines Fußballstadion ohne Schnickschnack mit Nähe zum Spielfeld auf allen Plätzen. Die Tribünen laufen lückenlos um das Spielfeld. Das Stadion, gehört schon zum "alten Eisen" der Liga. So hat es sich seit seiner Einweihung nach Komplett Um– und Neubau vor 35 Jahren seinen ursprünglichen Charme im Innern treu bewahrt. Die Sicht vom Gästeblock ist vorbildlich, bis auf den kleinen „toten Raum“ direkt hinter einer der beiden Videotafeln im Stadion. Für Gänsehaut sorgen z.B. das Vereinslied "Bochum" von Grönemeyer kurz vor dem Spiel, von allen VfL-Fans lautstark mitgesungen und mit Schalparaden begleitet. Zum ersten Mal im Stadion gespielt worden ist der Identitätsstiftende Song am 20. März 1992, acht Jahre nachdem Grönemeyer sein Album „4630 Bochum“ veröffentlichte. Unmittelbar vor dem Lokalderby gegen die SG Wattenscheid 09. Bis heute ist „Bochum“ integraler Bestandteil eines jeden VfL Heimspiels vor dem Anpfiff und wird auch lautstark in den unterirdisch gelegenen Spielertunnel übertragen.

Blick auf den Gästeeingang in Bochum von der Castroper Strasse aus. Foto: extraschicht.de


Im Ruhrstadion spielten die Auer Fußballer bisher fünfmal. Beim ersten Mal im August 2005 erreichten die Lila-Weissen zum ersten Mal den Sprung in die 2. DFB-Pokalrunde, durch einen knappen 3-2 gegen die zweite Mannschaft des VfL Bochum. Beim Punktspiel in der 2. Bundesliga Anfang Dezember 2005 gegen die erste Mannschaft des VfL, gab es vor 15.068 Zuschauern eine knappe 0-1 Niederlage. Auch beim nächsten Auftritt, an einem Montagabend (24. Januar 2011), verloren die Veilchen vor 11.786 Zuschauern etwas unglücklich mit 0-2 beim damaligen Erstligaabsteiger. Die beiden Tore fielen in der 88. und in der Nachspielzeit. Doch dann kam der 4. und bis dato schwärzeste Auftritt in Bochum. Am 4. Dezember 2011 verloren die Veilchen beim VfL mit 0-6! 250 mitgereiste Auer Schlachtenbummler mussten diese erniedrigende Niederlage über sich ergehen lassen. Beim fünften Mal, im April 2013, klappte es mit dem ersten Sieg (3-0).

Naviadresse: Castroper Straße 145 | 44791 Bochum.
Alternativ - Stadionring oder Gerstenring eingeben.

Entfernung: Aue – Bochum 506 km (über A4 Eisenach) – oder 521 Km (über A72/38 Leipzig, Kassel)


Blockplan und Stadion Umgebung in Bochum. Quelle: VfL Bochum.


Mehr Infos unter Fanzone HP des FC Erzgebirge Aue: http://www.fc-erzgebirge.de/index.php?shlink=1659&artins=by_number&artval=9329
Geschrieben von Burg am 27.03.2014, 18:48   (824x gelesen)