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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN BRAUNSCHWEIG

Braunschweig - Mo. 27. April 2015, Eintracht Stadion (Anstoß 20.15 Uhr)

Braunschweig, die Stadt Heinrichs des Löwen ist

Blick aus dem Gästestehplatz (Block 19) im Braunschweiger Eintracht-Stadion. Foto: Burg (April 2013)
die zweitgrößte Stadt Niedersachsens mit ca. rund 250.000 Einwohnern. Einst von Kaiser Otto IV. gekrönt, wurde sie später Heinrich dem Löwen zur stolzen Residenzstadt geformt: die Stadt Braunschweig - die Löwenstadt. Heute empfängt die Stadt am Harz seine Besucher mit einem sehr modernen Gesicht. Die Großstadt im Südosten Niedersachsens ist nach Hannover die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. Die Ursprünge der Stadt liegen offiziell mit dem ersten urkundlichen Nachweis einer Siedlung im Jahr 1031. Seit 1166 unter Heinrich dem Löwen, steht der Löwe als Wahrzeichen und Wappentier der Stadt. Braunschweig wurde durch den Zweiten Weltkrig stark beschädigt und so ist nur wenig übrig von der ehemals größten Fachwerkstadt Deutschlands. Das Rezidenzschloss wurde teiweise rekonstruiert und ist auf jeden Fall sehenswert. Zudem lohnt sich einen Blick auf das Wahrzeichen, den Braunschweiger Löwen zu werfen.

Sie ist geprägt durch ein höchst reizvolles und spannendes Wechselspiel zwischen Historie und Gegenwart, Tradition und Zukunft. Unübersehbar sind die zahlreichen Fachwerkbauten, die Braunschweig ein einmaliges Gesicht verleihen und unverzichtbar ist ein Besuch auf der Burg Dankwarderode, ehemalige Residenz Heinrichs des Löwen, die den Burgplatz markiert. Dominant auch die Stiftskirche St. Blasil. Sie wurde im Auftrag Heinrich des Löwen erreichtet, später umgebaut und ist heute als geschichtsträchtiger Dom bekannt. Die Ursprünge der Stadt gehen bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück. Insbesondere durch Heinrich den Löwen entwickelte sich die Stadt schnell zu einer mächtigen und einflussreichen Handelsmetropole, die ab Mitte des 13. Jahrhunderts der Hanse angehörte. Der Braunschweiger Löwe ist das Wahrzeichen Heinrichs des Löwen, der die Stadt im Mittelalter zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. Auf der wahrscheinlich um 1300 entstandenen Ebstorfer Weltkarte ist Braunschweig mit dem Löwenstandbild eingezeichnet – so bekannt war der Braunschweiger Löwe bereits im ausgehenden Mittelalter. Die heutige offizielle Festlegung als Wahrzeichen der Stadt erfolgte erst 1953 in der Hauptsatzung der Stadt. Als „inoffizielles“, aber ebenfalls sehr altes Wahrzeichen der Stadt, gelten die Türme der Andreaskirche, die von alters her schon von weitem den Weg nach Braunschweig wiesen. Ihr unverwechselbares Profil erhielt die Stadt durch die stetige Entwicklung der Kultur-, Forschungs- und Technologielandschaften.
Vielfältig wie die Stadt präsentiert sich auch die Region mit ihrer kulturellen, historischen und wirtschaftlichen Reichhaltigkeit: eine fruchtbare Symbiose, wie sie in Deutschland einmalig ist.

Der Braunschweiger Gymnasiallehrer Konrad Koch war es, der im Jahr 1874 den Fussball nach Deutschland brachte und somit Braunschweig zur Geburtsstadt des deutschen Fußballs machte. 1885 gründete man dort bereits den „Fußball- und Cricket-Club Eintracht Braunschweig“. Bis sich die Vereinsmitglieder auf den heutigen Namen einigen konnten, vergingen viele Jahre. Erst am 1. April 1949 wurde der heute noch gültige Name „ Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht „ (BTSV) beschlossen. Als Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga 1963 stand am Ende der Spielzeit 1966/67 die erste und bislang einzigste Deutsche Meisterschaft, sowie die Teilnahme am UEFA-Cup für Braunschweig zu Buche. Besondere Aufmerksamkeit erlangte Eintracht Braunschweig im Jahr 1973: Der Wolfenbüttler Likörfabrikant Günter Mast machte die Eintracht zur ersten Mannschaft im Profifußball, deren Trikot auf legale Art und Weise ein Sponsorenlogo zierte: Die Kräuter Likörmarke Jägermeister.

Das Vereinswappen der Eintracht, mit den Vereinsfarben Blau und Gelb, die den Landesfarben des ehemaligen Herzogtums Braunschweig entsprechen, unterliefen im Laufe seiner Geschichte mehrere Veränderungen. Zumeist bestand es jedoch aus einem, an das Braunschweiger Stadtwappen angelehnten, roten Löwen auf silbernem Dreiecksschild innerhalb eines runden, blaugelben Wappens. Nachdem das Vereinswappen ab 1972 zwischenzeitlich durch eine leicht modifizierte Variante des Firmenlogos von Jägermeister ersetzt worden war, erhielt der Verein nach dem Ende des Engagements seines Sponsors 1986 ein völlig neu gestaltes, rautenförmiges Logo. Es zeigte einen roten Löwen auf weißem Grund, der von einer blau-gelben Raute umrandet wurde. Unter den Anhängern des Vereins gab es jedoch zunehmend Bestrebungen zum runden Traditionswappen zurückzukehren. Nachdem schließlich in einer Mitgliederbefragung Ende 2011 55 Prozent der befragten Mitglieder für die Wiedereinführung des traditionellen Vereinswappens votierten, präsentierte der BTSV im März 2012 ein neues, an das alte Traditionswappen angelehnte Vereinswappen, das die Raute mit Beginn der Spielzeit 2012/13 endgültig ersetzte. In einer Anfang 2013 veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Sportmarketing wurde deutlich, dass Eintracht Braunschweig als eine der wenigen Marken im deutschen Fußball wahrgenommen wird.

Am 2. Juni 2008 gab der Verein bekannt, dass die Namensrechte des Stadions von der Stadt an eine Gruppe aus fünf Sponsoren verkauft wurden. Das Stadion erhielt somit wieder ihren ursprünglichen Namen: Eintracht-Stadion zurück. Zuvor hieß es 27 Jahre „Städtisches Stadion an der Hamburger Straße“. Im Juni 2011 einigten sich auf einen weiteren Verbleib des Namens die fünf Sponsoren, die die Rechte hielten. Den Vorschlag machte die Stadt Braunschweig, die die Eigentümerin der Spielstätte ist. Auch im Juni 2013 wurde der Vetrag verlängert. Der Eintracht-Sponsor Volkswagen Bank bezahlt dem Bundesliga-Absteiger 300.000 Euro pro Jahr für die Vermarktung der Namensrechte am Stadion - wie bisher auch.
Im Stadionnamen des Geldes-Tagesspiegel

Das bereits 1923 eröffnete Stadion hatte ursprünglich etwa 28.000 überwiegend Stehplätze und eine Holztribüne. Hier fand u.a. das Finale im DFB-Pokal 1955 zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Schalke 04 statt. Als erster norddeutscher Verein errichtete die Eintracht 1957 eine Flutlichtanlage, die in Zukunft auch Abendspiele ermöglichte. 168 Lampen an den 44 Meter hohen Masten sorgten mit 200.000 Watt und ausreichend Beleuchtung und wurden am 18. September 1957 vor 20.000 gegen Fortuna Düseldorf (4-0) eingeweiht.

Mit der Gründung der Bundesliga 1963 beschloss der DFB eine Mindestkapazität von 35.000 Plätzen für alle Bundesliga Spielstätten. Das Stadion in Braunschweig wurde erweitert und konnte somit 38.000 Zuschauer aufnehmen. Am 22. August 1964 setzten 34.000 Zuschauer beim Auftakt gegen 1860 München eine neue Bestmarke. Im Meisterjahr 1966/67 wurden durch eine Tribüne aus Fertigteilen 454 weitere Sitzplätze ermöglicht, so sahen rund 38.000 Zuschauer im ausverkauften Haus am 3. Juni 1967 die Übergabe der Meisterschale an Kapitän Joachim Bäse. Ein bis heute gültiger Zuschauerrekord für das Braunschweiger Stadion. Da 35.000 unüberdachte Stehplätze bei nur knapp 3.000 überdachten Sitzplätzen für die Zukunft des Vereins im Zuge einer ständig erstarkenden Kommerzialisierung des Profifußballs keine größen Einkünfte versprachen, bewilligte die Stadt im Mai 1975 eine finanzielle Unterstützung von 1,5 Mio DM zur Stadion Modernisierung. Die Eintracht steuerte die gleichen Summe zu. Zumal die Konkurrenz anläßlich der Fußball WM 1974 neue, moderne Stadien mehr oder weniger geschenkt bekam. 1976 wurde die Gegengerade modernisiert, leicht aufgestockt und zu Beginn der Saison 1976/77 eingeweiht. Nach dem Umbau fasste sie überdachte 2.046 Sitz- und 9.000 Stehplätze. Drei Jahre später begann der Bau der 4.000 Besucher fassenden Haupttribüne.

Anfang der 1980er Jahre erwarb die Stadt

Alte Ansicht Anfang der 1990 Jahre. Quelle: Postkarte BS-85
Braunschweig das bis dahin vereinseigene Stadion vom Verein Eintracht Braunschweig, fortan war der offizielle Name „Städtisches Stadion an der Hamburger Straße“. Bis November 1995 wurde die Stadionanlage mit Außnahme der Hauptribüne noch einmal komplett umgebaut. Neue Flutlichtmasten wurden errichtet, die alte Südkurve wurde abgerissen und mit überdachten Stehplätzen wieder aufgebaut. Die Ostkurve (Gästekurve) wurde ebenfalls modernisiert. Die Gegengerade im Osten wurde zur reinen Sitzplatztribüne umgebaut. Die Einweihung der Anzeigetafel am 3. November 1996 beendete die Arbeiten zur Grundrenovierung des Stadions. Diese alte Tafel wurde 2004 verkauft und abmontiert, dafür wurde im Rahmen der im Stadion ausgetragenen 104. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft eine Videowand installiert, die weiterhin in Gebrauch blieb. Das Eintracht-Stadion ist das einzige Leichtahtletik-Stadion in Niedersachsen in der Kategorie A-Anlage, das für internationale Leichtathletik-Wettkämpfe zugelassen ist. Offiziell wurde das das heute 23.325 fassende Stadion, das auch dem American-Football-Team Braunschweig Lions als Heimstatt dient und immer öfters für Open-air-Konzerte genutzt wird, im Rahmen der 100-Jahr Feier der Eintracht im Juli 1995 eingeweiht und war erstmals beim „Endspiel“ der Saison 1997/98 in der der Regionalliga Nord am vorletzten Spieltag gegen den Erzrivalen Hannover 96 (0-1) ausverkauft.


Luftansicht des Eintracht-Stadions mit letzter Umbaumaßnahme im Vordergrund (Haupttribüne) im Oktober 2012. Foto: Archiv

Am 22. Juli 2009, fand der 1. Spatenstich für den Ausbau der Nordkurve des EINTRACHT-STADIONS gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen statt. Bei laufenden Spielbetrieb wurde in zwei Phasen bis Juni 2010 auf den schon bestehenden Traversen (wurden auch saniert) der Nordseite ein Oberrang mit kompletter Überdachung hinzugefügt. Der Gästebereich verfügt jetzt über 1.852 Stehplätze und 795 Sitzplätze. Auch die Sanitäranlagen wurden hier komplett neu gebaut. Insgesamt entstanden 48 Damen WC neu, dazu 24 Herren WC´s zzgl. 60 Urinale inklusive. Alle Plätze der Nordkurve sind jetzt überdacht. Die Lücke zwischen Nordkurve und Osttribüne wurde geschlossen.

Im Spätsommer 2013 wurden zudem die umfangreichen Modernisierungsarbeiten der Haupttribüne abgeschlossen, mit denen zwei Jahre zuvor begonnen worden war. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde der Vorplatz des EINTRACHT-STADIONs neu gestaltet, außerdem entstanden 20 neue Logen sowie ein neuer Businessbereich, was dem Verein in den kommenden Jahren helfen wird, sich im Profifußball weiter zu etablieren. Im Juni 2014 fand im EINTRACHT-STADION außerdem die Team-Europameisterschaften der Leichtathleten statt.

Neue Sitze bekam die Osttribüne des Eintracht-Stadions. Die Gegengerade hat ihre Farbe gewechselt und ist vollständig in den Vereinsfarben von Eintracht Braunschweig gehalten. Zudem weisen den Zuschauer nun 547 gelbe Sitzschalen auf den Stadtnamen hin.
Insgesamt hat die Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft als Betreiber des Eintracht-Stadions 5.683 Sitzschalen mit den entsprechenden Unterkonstruktionen ausgetauscht. Dabei hat sie sich für einen Farbwechsel von Rot auf Blau-Gelb entschieden. Die Sanierung war nötig geworden, da ein Großteil der Sitze nicht mehr den Anforderungen der Niedersächsischen Versammlungsstätten-Verordnung entsprach. Nun schließen sich die neuen Sitzplätze auf der „Gegengraden“ nahtlos an die blauen Sitzschalen der Nordkurve an.

Achtmal waren die Auer-Veilchen bisher zu Ligaspielen Gäste in der Löwenstadt. In den beiden Spielzeiten der Regionalliga-Nord 2000/01 und 2001/02 verloren die Lila-Weißen jeweils heftig mit 1-4 und 0-3. Trotzdem waren die damaligen Spiele in Braunschweig schon was Außergewöhnliches für die Auer-Fanseele vor immer zahlreicher und stimmungsvoller Kulisse. Der erste und bislang einzigste Sieg (1-0, Tor: Curri) in Braunschweig gelang den Auer Veilchen dann im April 2006 zu Zweitligazeiten. Am Montag bestreiten die Auer ihr insgesamt 21. Montagsspiel in der 2. Bundesliga seit Aufstieg 2003. Alle Montagsspiele von Aue

Anfahrt mit dem PKW:
Braunschweig ist verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen. Diesmal geht es übers Schkeuditzer Kreuz. Dieses ist von Aue ca. 145 Km entfernt und ist über die A72 (Kreuz Chemnitz) anzusteuern. Die Arbeiten am vorletzten, 9,5 Kilometer langen Stück der A72 in Richtung Leipzig sind seit Juli 2013 im Gange. Für den letzten Abschnitt von 7,2 Kilometern Länge laufen derzeit umfangreiche und auch sichtbare Vorarbeiten. Es sind die letzten knapp 17 Autobahnkilometer, die in Sachsen gebaut werden. 200 Millionen Euro werden sie verschlingen. Einen Grund für die hohen Kosten besteht darin weil im ersten Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Borna Nord und Rötha die Trasse westlich der B 95 errichtet wird. Espenhain wird damit in großem Bogen umfahren, damit der Ort nach Jahrzehnten extremer Verkehrs- und Schmutzbelastung endlich Ruhe bekommt. Die Strecke von Borna-Süd und der Anbindung zur A38 am Kreuz Leipzig-Süd (17 Km) muß deshalb noch auf der alten B95 zurückgelegt werden. Ist aber akzeptabel. Achtung: in der Ortslage Espenhain lauern fest instalierte Blitzerkästen.

Ab dem Schkeuditzer Kreuz geht es weiter ca. 109 Km auf der A14 bis zum Kreuz Magdeburg. Dort dann auf der A2 in Richtung Hannover/Braunschweig ca. 75 Km bis zum Kreuz Braunschweig-Nord. Am Kreuz jetzt kurz auf die A391 (Richtung Braunschweig/Salzgitter) und sofort an der nächsten Abfahrt BS - Hansestrasse wieder abfahren. Zweimal rechts abbiegen (Stadion ist ausgeschildert) und man befindet sich auf der Gifhorner Strasse die später zur Hamburger Strasse wird. Das Stadion ist gut sichtbar nach 2 Km linker Hand zu sehen. Auf diesen letzten Kilometern dorthin, bestehen gute Parkmöglichkeiten in Stadionnähe rechts und links an der Hamburger Strasse, bei rechtzeitiger Anreise. Zu beachten hier: die Fahrbahn der Hamburger Strasse ist baulich getrennt. Eine Wendemöglichkeit besteht Höhe Stadion.

Fan-Busse der Gästefans haben die Möglichkeit ab 2,5 Stunden vor Spielbeginn auf dem Gästeparkplatz P4 vor dem Stadion zu parken. Dort werden die Busse vom Ordnungsdienst bzw. der Polizei entsprechend eingewiesen. 9-Sitzer und PKW können ebenfalls direkt auf dem Gästeparkplatz P4 vor dem Stadion parken. Der Bereich der Gästefans befindet sich in den Blöcken 19 (Stehplatz) und 18 (Sitzplatz). Der Zugang zu den Gästeblöcken erfolgt ausschließlich über den Gästeparkplatz (P4), der von der Hamburger Straße erreichbar ist. Von der Rheingoldstraße oder der Guntherstraße (Eingänge Südkurve) sowie dem Haupteingang gibt es keinen Zugang zu den Gästeblöcken. Bitte folgt der Ausschilderung „Nordkurve“. Auf dem Gästeparkplatz (P4) befinden sich auch die Tageskassen für Gästefans. Die Stadiontore öffnen 2 Stunden vor Spielbeginn.

Adresse für Navi-Freunde. Hamburger Strasse 210 | 38112 Braunschweig

Entfernung Aue – Braunschweig ca. 335 Km

Infos zum Spiel auf der Auer Homepage
Geschrieben von Burg am 23.04.2015, 20:43   (3927x gelesen)