Spielberichte
11. Spieltag, 31.10.2003

FC Erzgebirge Aue:FSV Mainz 05
1 1


Erzgebirgsstadion Aue, Freitag 31. Oktober 2003

(Kick off 19.00 Uhr)




(Kay) Gegenüber der Aufstellung des Burghausen-Spiels (0:2) startete Gerd Schädlich mit drei Veränderungen. Für den Gelb-Rot gesperrten Krasselt verteidigte Jendrossek, für die verletzt bzw. angeschlagenen Tchipev und G. Berger liefen Kurth und F. Berger auf. Aue begann vor einer super Kulisse druckvoll. Wieder einmal vielen besonders die beiden agilen Außenstürmer Shubitidze und Curri ins Auge. Mit schnellem und sehenswertem Kombinationsfußball brachten sie die Abwehr des Tabellenzweiten desöfteren in Verlegenheit. Die Mainzer blieben weit hinter den Erwatungen zurück – was Trainer Jürgen Klopp später mit schwierigen Bedingungen (starker Wind und tiefer Boden) begründete. Die größte Möglichkeit ergab sich für die Gäste zunächst nach einer verunglückten Abwehr durch Kay-Uwe Jendrossek, welcher Keeper Petkov alles abverlangte. Petkov stand weit vor dem eigenen Tor und konnte im Zurücklaufen mit Mühe den Ball zur Ecke fausten (30.). Wenig später nutzte Aue die eigene Überlegenheit auf dem Platz zum wohlverdienten Führungstreffer: Matthias Heidrich gewann im Mittelfeld den Ball, spielte zu Dino Toppmöller, der schön in den Lauf des Auer Goalgetters Shubitidze passte. Dieser setzte sich gegen zwei Mainzer Hinterleute durch und zog aus vollem Lauf in die kurze Ecke ab (36.). Leider verpasste es der FCE durch einen zweiten Treffer Sicherheit ins Spiel zu bringen – dabei waren anders als vor Wochenfrist in Burghausen viele Chancen da. Die beste Möglichkeit aus Auer Sicht vergab Toppmöller in der 45. Minute per Kopf nach einem Freistoss von Kurth. So ging es mit 1:0 in die Pause.
Zur zweiten Halbzeit brachte Klopp für Dennis Weiland Jürgen Kramny – ein Glücksgriff wie sich bereits in der 51. Minute herausstellte, als Kramny zum 1:1 köpfte (Vorbereitung durch Benjamin Auer). Der Ausgleich war noch nicht mal unverdient, denn die Mainzer rissen das Spiel mehr und mehr an sich. Die Hausherren hatten zwar weiterhin eigene Chancen, zahlten nun jedoch den Preis für die temporeiche erste Halbzeit. Die späten Einwechslungen von Gregor Berger und Maik Kunze in der 81. brachten keinen nennenswerten Effekt. Ronny Jank, der in der 90. Minute für den Torschützen Shubitidze eingewechselt wurde, kam gerade noch zum Auflaufen, als der schwache Schiedsrichter Jürgen Aust überpünktlich abpfiff. Letztlich muss man von einem leitungsgerechten Unentschieden sprechen, auch wenn – speziell nach der ersten Hälfte – deutlich mehr drin gewesen wäre. Das nächste Heimspiel findet erst am 30.11. (So.) statt, zuvor gilt es in Cottbus und Bielefeld zu bestehen. In Hinblick auf diese schweren Aufgaben forderte FCE-Präsident Uwe Leonhardt nach dem Spiel die Mannschaft auf, auswärts mit selber Einstellung und Kampfgeist aufzutreten wie vor eigenem Publikum, nur so ist das Ziel Klassenerhalt möglich.






Aue: Petkov - Emmerich - F. Berger, Noveski, Jendrossek - Kurth (81. G. Berger), Toppmöller, Heidrich, Rehm - Curri (81. Kunze), Shubitidze (90. Jank)

Mainz: Wache - Nikolic, Bodog, Walker, Rose - Azaouagh (88. Schwarz), da Silva, D. Weiland (46. Kramny) - Thurk (78. Weber), Auer, Teinert

Schiedsrichter: Jürgen Aust (Köln)

Zuschauer: 11.300

Tore: 1:0 Shubitidze (36.), 1:1 Kramny (51.)

Karten: Weiland (43.), Walker (67.), Bodog (73.)