Spielberichte
25. Spieltag, 09.03.2007

SC Freiburg:FC Erzgebirge Aue
1 0


Stadion Hamburger Straße, Freitag, 10. März 2007

(Kick off 18:00 Uhr)



Peinliche Niederlage beim Tabellenletzten
Trehkopf und Kos im nächsten Spiel gesperrt


Der FC Erzgebirge Aue kann auswärts z. Zeit nicht über seinen Schatten springen. Mit 0-1 verlor man beim abgeschlagenen Tabellenletzten Eintracht Braunschweig, der zuvor fünf Niederlagen in Serie kassierte. Es war auch irgendwie eine Niederlage Marke: WIE UNTERSCHÄTZE ICH EINEN TABELLENLETZTEN, wie sie in der Vergangenheit schon des öfteren vorkam. All die Worte und Klischees unter der Woche wie: dürfen den Tabellenletzten nicht unterschätzen, schweres Spiel etc. sind letztendlich wieder einmal eingetroffen. Gerd Schädlich brachte es nüchtern auf den Punkt: „Dies ist ganz klar eine Kopfsache. Es hat mir wieder mal interessante Aufschlüsse gegeben was die Woche über so gesprochen wurde von einzelnen Spielern. Wir haben ganz einfach zu wenig investiert um hier zu punkten“.

Fehlte es den Braunschweigern noch deutlich an Selbstvertrauen in der Anfangsphase, so versuchten sie im Laufe der 1. Halbzeit immer öfters mit ihren Mitteln den Gast zu verunsichern was auch gelang. Siegerts Schuss landete in die Arme von Keller (6.) und Golban (13.) legte eine Eingabe von Huber nur um Zentimeter am Auer Tor vorbei. Beim Gast war die Anfangsphase noch das Beste im ersten Durchgang. Juslowiak (3.) verpasste völlig freistehend am Fünfmetereck einen Eckball von Heller. Danach passten sich die Gäste immer mehr den biederen Niveau ohne Unterhaltungswert an. Trotzdem Rangelov immer mal was probierte. So in der 24. Minute als Stuckmann sein Kopfball hält und eine Minute später nach schönen Pass von Juskowiak, doch Brinkmann drängt ihn ab und klärt zur Ecke. Erst nach 34. Minuten der erste Eckball für die Gastgeber. Sie mühten sich redlich, doch deutlich war zu sehen, warum sie unten stehen. Eine Einzelaktion von Klinka (35.) brachte auch nichts ein. Der Tscheche der eigentlich gut begann, tauchte mit fortlaufender Spielzeit, wie auch andere auch, immer mehr unter.

Im zweiten Durchgang wurden die lila-weißen jäh aus ihrer Lethargie gerissen. Rodrigues konnte von links flanken und der Kameruner Atem (50.) drückte per Kopf den Ball über die Linie zum vielumjubelten 1-0. Ehlers griff ihn viel zu halbherzig an. Das erste Eintracht Tor nach 507 Minuten. Nun machte sich endgültig passend zum Dauerregen Tristesse im Auer Lager breit. Beim Gast lief gar nichts mehr und man hatte Mühe mal ernsthaft vors Braunschweiger Tor zu kommen. Dies dauerte bis zur 70. Minute als sich Rangelov ein Laufduell mit Horacek lieferte aber Stuckmann am Ende klären konnte. Erst in den letzten Zehn Minuten stemmte sich der Tabellenfünfte gegen die drohende Niederlage. Doch weder Ehlers (80.) Kopfball an die Latte, noch Siradze (85.) konnten den Ball im Braunschweiger Tor unterbringen. Kos (89.) Verzweiflungsschuss ging auch vorbei. Der Pole brachte es nach den Schlusspfiff auf den Punkt: „Fast schon peinlich was wir abgeliefert haben“. Kos wie auch Trehkopf werden im nächsten Spiel fehlen, denn sie kassierten jeweils ihr 5. Gelbe Karte der laufenden Saison. (burg)


Braunschweig: Stuckmann – Huber, Husterer, Horacek, Rodrigues – Brinkmann, Siegert, Cimen, Leozinho (ab 68. Otacilio) – Atem (ab 86. Rische), Golban (ab 82. Schweinsteiger)

Aue: Keller – Trehkopf, Emmerich, Kos, Ehlers – Heller, Dostalek (ab 54. Geißler), Kurth – Klinka (ab 64. Curri), Juskowiak (ab 54. Siradze), Rangelov

Schiedsrichter: Michael Sahler

Zuschauer: 12.000 (davon 500 Auer Schlachtenbummler|Quelle: Ticketservice BTSV)

Tore: Atem (50.)

Karten: Atem (75.) – Trehkopf (43.), Kos (61.)