Spielberichte
4. Spieltag, 02.09.2007

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Hermann-Löns-Stadion Paderborn, Sonntag 02. September 2007
(Kick off 14.00 Uhr)


FC Erzgebirge schlägt schwachen SC Paderborn


Es geht also doch noch, auch auswärts. Der FC Erzgebirge Aue hat gestern erstmals seit dem 3. Dezember 2006 (1:0 beim KSC) wieder ein Zweitligaspiel auf fremdem Platz gewonnen. Beim SC Paderborn gewannen die Erzgebirger mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Geißler in der 68. Minute.

Die erste Halbzeit des Spiels in Paderborn ist schnell erzählt, war sie doch arm an Höhepunkten und riss keinen vom Sitz. Nach einigen Minuten des Abtastens erzielte der Gastgeber optische Überlegenheit, mehr nicht. Bei den Auern hatte man den Eindruck, dass sie das 0:0 nur verwalten wollten. Nur zwei Mal kam ein wenig Gefahr vor dem Paderborner Tor auf. Zunächst prüfte Heller den Paderborner Torhüter Bade, doch dieser konnte zur Ecke klären (15.). Und kurz vor der Pause kam Geißler nach einer schönen Ballstafette zum Flanken, doch Curri am langen Pfosten köpfte den Ball in Rücklage vorbei.
Die beste Chance für Paderborn in der ersten Halbzeit hatte Männer, der – von Röttker schön bedient – den Ball aber aus Nahdistanz Aues Torhüter Bobel in die Arme „legte“. Nichts zu sehen war beim ehemaligen Auer David Siradze, der jetzt für den SC Paderborn Tore schießen soll. Zum Pausenpfiff des Schiedsrichters Lupp gesellten sich einige Pfiffe der Paderborner Fans, die weiter auf das erste Punktspieltor ihrer Mannschaft in dieser Saison warten mussten.

Pressekonferenz
Pressekonferenz
Paderborn - Aue

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts am insgesamt nur mäßigen Niveau des Spiels. Paderborn wirkte in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit etwas wacher, zeigte einige schnelle Angriffe. Vor dem Auer Tor wurden die begrenzten Mittel des Teams von Holger Fach aber sichtbar. „Was wir derzeit im Angriff bieten, ist nicht zweitligareif“, konstatierte der Paderborner Trainer, dessen Mannschaft weiterhin auf den ersten Saisontreffer in Liga zwei warten muss. Zwei Mal war Aues Torhüter Bobel auf der Hut, als er einen Hinterhaltschuss von Röttker klärte (54.) und drei Minuten später, als er schneller am Ball war als der heranstürmende Fischer. Und als Siradze nach einem Zuspiel von Röttker auf das Auer Tor zulief, konnte Paulus im letzten Moment klären. Siradze wurde wenig später von Fach ausgewechselt.

Die Auer Führung kam dann praktisch fast aus dem Nichts. Nach einer Flanke von Loose war Geißler per Kopf zur Stelle (68.). Danach schaukelte Aue den lang ersehnten Auswärtsdreier souverän nach Hause, ohne dabei nur in der eigenen Hälfte zu stehen. Paderborn dagegen blieb bis zum Schlusspfiff bei seinen Offensivbemühungen zu ungenau.

Aues Trainer Gerd Schädlich erklärte Torschütze Tom Geißler nach dem Ende auch zum besten Mann auf dem Platz. Schädlichs Team hat mit dem gestrigen Sieg einen durchwachsenen Start in die Saison korrigiert. Denn auf einmal steht man mit sieben Punkten auf der Habenseite gar nicht so schlecht da. burg


Paderborn: Bade - Fall, Durisic, Kläsener, Noll (57. Koen) - Männer, Halfar, Gouiffe a Goufan, Fischer (74. Brinkmann) - Röttger, Siradze (65. Assauer)

Aue: Bobel - Kos, Paulus, Loose, Trehkopf - Feldhahn, Heller, Geißler - Curri (88. Klinka), Kaufman (78. Strbac), Nemec (76. Sykora)

Schiedsrichter: Stefan Lupp (Zossen)

Zuschauer: 4.732 (davon 250 Auer Schlachtenbummler. Quelle: Ticketservice SCP - Frau Brockmeyer)

Tore: 0:1 Geißler (68.)

Karten: Koen (58.) - Kos (27.)