Spielberichte
Achtelfinale Sachsenpokal 2000/01, 03.10.2000

Erzgebirge Aue – FV Dresden-Nord 5:0 (1:0)

(Kay) Wie könnte man den „Tag der Deutschen Einheit“ würdiger feiern als mit einem Fußballspiel, dachten wir uns und versorgten uns mit den nötigen Informationen bzgl. der Anreise in Dresden – doch Irrtum (sprach der Igel und ...), eigentlich ein klassisches Auswärtsspiel aber (eher kurzfristig), auf Wunsch der Dresdner, zum Heimspiel mutiert. Grund dafür war sicherlich neben dem Finanziellen die Sicherheit, denn wie jeder weiß, fanden die offiziellen Feiern zu diesem denkwürdigen Tag in der sächsischen Metropole statt.

So kam es, das es weder Programmhefte noch Eintrittskarten gab, statt dessen erhielt jeder Zuschauer einen Schlüsselanhänger zum selber basteln als Andenken, keine schlechte Idee eigentlich.. Allerdings hatte man für die Partie keinerlei Werbung gemacht (unsere Seite und kurzfristige Artikel in der heimischen Presse mal ausgenommen), so das nur eine spärliche Kulisse und kein einziger Gästefan zugegen war. (Selbst der Gästetrainer war nicht anwesend.)

Anders als in Wurzen trat unsere Elf im Achtelfinale mit derzeit bester Besetzung an, mit den wiedergenesenen Boris Tomoski und Roman Müller, der aber zunächst noch draußen saß. Das Spiel begann relativ ruhig, erst als der stark spielende Tautenhahn einen Freistoß direkt verwandelte (19.), konnte man den Siegeswillen unserer Elf erkennen. Der Rest der ersten Halbzeit plätscherte so dahin, es gab kaum noch nennenswerte Aktionen.

Zur Pause kam Kunze für Jank. Unsere Elf nun bemüht, endlich den Sieg einzufahren, doch auch die Gäste aus der Landeshauptstadt kamen hin und wieder zu Chancen, bei denen Keeper Kischko aber sicher stand. Die Tore fielen folglich doch noch auf der richtigen Seite. Nachdem Heimkehrer Nowacki (58.) und Salomo (63.) den Zwischenstand von 3:0 hergestellt hatten, brachte Coach Schädlich für die bis dahin Besten Tautenhahn und Pagels, Boban und Müller.

Der nun besser spielende Tomoski erhöhte in der 78. Minute. Doch damit nicht genug. Marek Nowacki hätte kurz vor Spielende seinen zweiten Treffer erziehlen können, als er frei vorm Torwart auftauchte, doch dieser hielt ihn fest, so das es zum Strafstoß für die Veilchen kam. Der gefoulte Nowacki hätte wohl selbst schießen wollen, war zumindest sichtlich verärgert, als Petr Grund zum Punkt ging. Dieser vollendete sicher zum 5:0 (90.). Kurze Zeit drauf hätte Müller, der Kunze den Ball förmlich vom Fuße nahm, noch erhöhen können, traf aber nur den Pfosten.

Fazit des Spiels: Einen (standesgemäßen) 5:0-Sieg eingefahren und vielleicht wieder etwas Selbstvertrauen zurückgeholt (nach zwei hohen Niederlagen, in der Meisterschaft, in Folge) aber wieder kein überzeugendes Spiel, im eigenen Stadion, geboten.

Aue: Kischko – Tautenhahn (68. Boban) – Sionko, Grund – Salomo, Hasse, Heidrich, Pagels (68. Müller), Tomoski – Jank (46. Kunze), Nowacki

Schiedsrichter: Schößling (Leipzig)

Zuschauer: 1.100

Tore: 1-0 Tautenhahn (19.), 2-0 Nowacki (58.), 3-0 Salomo (63.), 4:0 Tomoski (78.), Grund (90., Elfmeter)